Wertverlust

 

Lt. Verpflichtungserklärung vom Oktober 2012 (Drucksache Nr. 0674) verpflichten sich die Grundstückseigentümer,
das der Ort jährlich 4.000,- € je WKA (3,4 MW) bekommt.

Frage 1: Warum die Klammerangabe (3,4 MW)?
Unsere Befürchtung: 3,4 MW Anlagen gibt es derzeit nur als Offshore Anlagen auf See aber so gut wie nie im Binnenland.
Ist das bereits das Hintertürchen zum Ausstieg aus der Verpflichtungserklärung?

Frage 2: Wer soll das Geld eigentlich bekommen?
Unsere Befürchtung: Das Geld wird hauptsächlich unter den Jagdgenossen verteilt. Also dort hin, wo schon die größten
Einnahmen aus der Flächenverpachtung hin fließen würden!

Aber wir nehmen mal gutgläubig an, dass diese 4.000,- € pro WKA gleichmäßig unter der Bevölkerung in Titmaringhausen aufgeteilt würde.
Titmaringhausen hat insgesamt 57 Häuser.
Ergibt also 4.000,- € / 57 Häuser = 70,- € pro Haus pro WKA.
Bei 5 WKA´s wären das jährliche Einnahmen von 350,- € pro Haus.

 

Und hier nun die Gegenrechnung:
Häuser auf dem Land (in einem Dorf) haben einen Durchschnittswert von 150.000 €.
Der Wertverlust einer Immobilie im Sicht- und Einzugsbereich eines Windparks beträgt lt. VDM* 25% bis 50%.
Bei geschätzten "nur" 30% wäre das ein Wertverlust von 45.000 € pro Haus.
Bei 57 Häusern ergibt sich somit ein Wertverlust von 2,6 Millionen € für alle Hausbesitzer in Titmaringhausen.

Wer jetzt noch glaubt, dass die Windräder zum Segen für Titmaringhausen und die umliegenden Ortschaften werden,
..... dem ist nicht mehr zu helfen.....


* VDM (Verband Deutscher Makler) eine Vereinigung die dem BWE (Bundesverband WindEnergie) nahe steht.

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