Lebensqualität

Würde ich in ein Haus ziehen oder ein Haus kaufen, dass in der Nähe eines Windrades liegt?

Würde ich Urlaub in einem Windpark machen?

 

Jahrzehnte haben wir das Waldsterben beklagt, jetzt nehmen wir es selbst in die Hand - und zwar gründlich.

Wir bewerben das Sauerland in den schönsten Farben und Bildern, preisen den Rothaarsteig, Uplandsteig oder den Medebacher Höhenflug an und sind stolz auf unsere Heiden. In Hochglanzbroschüren wird mit Ruhe und unberührter Natur geprahlt. Das ist unser großes, und vielleicht auch einziges Pfand das wir haben: Die ruhige, unberührte Natur.

Nicht nur viele Urlauber und Tagestouristen aus Holland oder dem Ruhrgebiet nutzen das Sauerland zur Erholung vom Alltags- und Arbeitsstress, sondern auch viele Einheimische genießen die Ruhe. Warum wohnen wir sonst hier? Bestimmt nicht wegen der guten Verkehrsanbindung oder Arbeitsmöglichkeiten.

Und das wollen wir uns jetzt kaputt machen lassen?
Ist man sich der riesigen Dimensionen dieser Industrie-Giganten bewusst?

Wie stellt die Stadt Medebach sich eigentlich ihre Bewerbung als Portalgemeinde zu dem riesigen geplanten Naturpark vor? Ein Portal, flankiert von riesigen Windrädern? Land der Tausend Berge war mal, wir werden jetzt Land der Tausend Windräder. Na super! Wie schön ist es, zwischen Windrädern spazieren zu gehen und den ständigen mehr oder weniger lauten Flügelschlag, den Schlagschatten oder die blinkenden Flügelspitzen der Riesenpropeller um sich herum zu haben? 

Der Lärm im Bereich der Nabe eines Windrades soll um die 110 Dezibel betragen, das ist vergleichbar mit einem Presslufthammer. „Was höre ich einen Presslufthammer auf dem Krutenberg?“ wird sich so mancher fragen. Aber haben wir nicht alle schon mal eine Motorsäge in unseren Wäldern gehört? Die hört man manchmal auch bis ins Dorf herunter, die Windräder aber vielleicht immer. Der Lärm ist witterungsabhängig, bei feuchter Witterung ist er besonders laut, auf Nachfrage bei Anwohnern aus betroffenen Gebieten mit dem Lärm eines Flughafens zu vergleichen.

Im Winter muss ich aufpassen, nicht von herumfliegenden Eisbrocken erschlagen zu werden.

Auch der Lebensraum einiger Vogelarten ist durch die Windräder bedroht. Als „Vogelschreddermaschienen“ werden die riesigen Giganten bezeichnet. Aber wen stört´s? So ein sonntäglicher Spaziergang über einen Vogelfriedhof hat ja auch was.

 

Windräder machen krank!
Das muss erst noch bewiesen werden. Natürlich gibt es Windkraftanlagen noch nicht so lange, dass man Langzeitstudien vorweisen könnte. Aber bereits die kurze Zeit hat gereicht, um ein neues Krankheitsbild hervorzubringen: WIND TURBINE SYNDROM, kurz WTS genannt. Betroffene klagen über hohen Blutdruck, Herzbeschwerden, Schwindel, Kopfschmerzen, Depressionen und Schlafstörungen sowie Panikattacken und Migräne. Natürlich kann man jetzt argumentieren, diese Krankheiten hätte es schon vorher gegeben, aber warum treten sie nun gehäuft bei Menschen auf, die in  Nachbarschaft zu den Giganten leben?

Das unabhängige Ärzteforum, Bad Orb und die WHO (Weltgesundheitsorganisation) fordern einen Mindestabstand von 3000m zu den Windindustrieanlagen, das hat wohl seinen guten Grund.

Aber nicht nur uns Menschen setzten die Windanlagen zu, sondern auch der Tierwelt. So berichten Bauern aus Amerika, wo die Windräder schon länger stehen, dass seit deren Errichtung die Häufigkeit von Fehl- und Totgeburten bei ihren Tieren  zugenommen hätten. Außerdem seien früher ruhige Tierrassen nun unruhiger und sogar teilweise aggressiver geworden.

 

Windkraft kann man nicht hören und nicht sehen. Atomkraft auch nicht, dann nehmen wir doch die. Natürlich wird immer gerne argumentiert. „ Aber den Strom aus der Steckdose wollt ihr haben!“ Ja, wollen wir. Aber nicht die Energiewende um jeden Preis, koste es, was es wolle.

Warum nicht Wasserkraft nutzen? Mittlerweile gibt es kleine Windräder, die hintereinander auf dem Mittelstreifen von Autobahnen angebracht werden und sogar vom Fahrtwind der LKWs angetrieben werden. Dieser Wind geht so gut wie nie aus.

Es gibt kleine Windräder die auf jedem Haus angebracht werden können und das betroffene Haus so mit der nötigen Energie versorgen können. All dies verschandelt die Umwelt nicht so nachhaltig wie die Errichtung riesiger Windparks. Und das ist sicherlich nicht das Ende der Fahnenstange. Man muss nur wollen.

 

Wie kommen die Windräder auf den Krutenberg?
Werden wir eines schönen Morgens wach und oben auf dem Krutenberg thronen majestätisch einige Windmonster? Wohl kaum. Wir werden über einen langen Zeitraum mit dem Baustellenverkehr zu leben haben. Riesige, breite Schneisen werden durch den Wald gezogen, um die Schwerlasttransporte mit den riesigen Bauteilen an Ort und Stelle zu bringen. Auch das belastet nicht nur uns, sondern besonders auch die heimische Tierwelt.

Wenn nach einigen Jahren die Schneisen vielleicht wieder zugewachsen sind und auch Touristen, Rehe und Vögel gelernt haben, welchen Teil des Sauerlandes sie meiden müssen, sind aber auch unsere Freunde, die Windräder in die Jahre gekommen und vielleicht unrentabel. Was dann? „Die werden zurückgebaut.“    Wer´s glaubt wird selig. Und wenn doch, wird die Natur wieder kaputt gemacht. Die Dinger müssen ja vom Berg runter. Super, haben wir in 20 Jahren den Baustellenlärm noch mal, weil´s so schön war.

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